Die Psychosynthese geht von einem ganzheitlichen Menschenbild aus:

Der Mensch trägt in sich vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten sowie innere Kräfte, die – wenn sie erkannt, integriert und genutzt werden – zu persönlichem Wachstum, innerer Harmonie und Selbstverwirklichung führen.

Im Mittelpunkt steht die Idee, dass jeder Mensch Zugang zu seinem „inneren Selbst“ hat, einer Quelle von Klarheit, Kreativität und Willenskraft. Als humanistisches und transpersonales Verfahren wurde die Psychosynthese vom italienischen Psychiater Roberto Assagioli entwickelt. Seit den 1960er-Jahren hat sie sich in vielen Ländern als Ansatz für persönliche Entwicklung, psychotherapeutische Arbeit und spirituelle Entfaltung etabliert.

Ablauf der Arbeit

In der Psychosynthese können Sie frei über Ihre inneren Prozesse, Konflikte oder Bedürfnisse sprechen.

Gleichzeitig werden imaginative, kreative und willensorientierte Methoden genutzt, um innere Anteile, Gefühle und Impulse bewusst wahrzunehmen und zu integrieren. Dadurch entstehen mehr innere Klarheit, Selbstbestimmung und neue Handlungsmöglichkeiten. Sie entscheiden dabei jederzeit selbst, wie tief Sie in bestimmte Themen eintauchen möchten.

Psychosynthese Empfindungen Wassertropfen

Wissenschaftlicher Status der Psychosynthese

Die Psychosynthese ist ein etabliertes Verfahren der humanistischen Psychologie, jedoch – ähnlich wie andere humanistische Ansätze – nicht als erstattungsfähige Psychotherapie in Deutschland anerkannt. Sie wird vor allem in der Persönlichkeitsentwicklung, Pädagogik, Beratung und in privaten therapeutischen Settings angewendet.

Grundannahmen zur Entstehung innerer Konflikte

Innere Spannungen oder psychische Störungen werden in der Psychosynthese häufig als Ausdruck unintegrierter Persönlichkeitsanteile verstanden – also von Gefühlen, Bedürfnissen oder inneren Stimmen, die im Laufe des Lebens abgespalten, unterdrückt oder nicht ausreichend entwickelt wurden.

Methodische Besonderheiten

Die Psychosynthese legt besonderen Wert auf:

  • - die bewusste Wahrnehmung innerer Anteile („Subpersönlichkeiten“)
  • - die Arbeit mit Bildern, Symbolen und Imagination
  • - die Stärkung des persönlichen Willens
  • - die Verbindung zum „Höheren Selbst“

Ziel ist eine zunehmend umfassende, stimmige und lebendige Integration Ihrer Persönlichkeit – hin zu mehr innerer Freiheit und Gestaltungskraft.